Urban Istanbul – Ausstellung in Berlin im September 2017

Urban Istanbul war die Erforschung einer neuen Welt, einer Megametropole mit der Kamera. 2015 hatte ich Gelegenheit, mit einer Gruppe Berliner Fotografen nach Istanbul zu reisen und die Stadt abseits der touristischen Routen zu entdecken. Begleitet wurden wir dabei von türkischen Fotografen und stadtkundigen Einheimischen und Stadtplanungsexperten. Die Reise fand statt im Rahmen eines mehrjährigen Projekts des Photocentrums Friedrichshain-Kreuzberg und des Städtepartnerschaftsvereins Kadıköy e.V.

In der Projektbeschreibung heißt es dazu: 13 Fotografinnen und Fotografen, vier Monate Vorbereitung, eine Woche Istanbul. Das Ergebnis ist eine Ausstellung, die eine Stadt zeigt, die im ständigen Umbruch ist. Wo heute noch Wohnhäuser stehen, wachsen morgen Wolkenkratzer und Autobahnen. Istanbul unter urbanen Aspekten zu betrachten, ist eine Herausforderung.

Eine der ältesten Städte und zugleich eine der jüngsten Metropolen, deren rapides Wachstum erst um 1950 begonnen hat. Damals hatte die Stadt eine Million Einwohner, heute sind es um die 15 Millionen. Dieses schnelle Wachstum bringt Probleme mit sich: Immobilienspekulation, Verdrängung, Planungslücken. … Es ist ein künstlerischer Austausch auf hohem Niveau entstanden, mit Teilnehmer_innen aus Berlin und Istanbul und mehreren Ausstellungen in beiden Städten.

Die Ausstellung mit den Ergebnissen diese fotografischen Austauschs wurde mit großem Erfolg vom 3. bis 11. September 2016 im Kunstquartier Bethanien in Berlin-Kreuzberg gezeigt. In der Gruppenausstellung war ich mit der Serie „Blocked Horizons“ mit insgesamt sieben Fotos vertreten. Mehr zum Urban Istanbul-Projekt hier.

Die Serie „Blocked Horizons“ thematisiert die dramatischen Veränderungen in Istanbul durch den Bau immer neuer und größerer Wohn- und Büroanlagen und damit das Fehlen des Horizonts und die blockierten Sichtachsen in der Stadt, im eigentlichen, wie im übertragenen Sinn.