Explosion der Formen und Farben – Katharina Grosse „It Wasn’t Us“

Farbenvielfalt auch im Außenbereich des Hamburger Bahnhofs

Einen grandiosen Overkill an Formen und Farben hat die Künstlerin Katharina Grosse für ihre temporäre Installation „It Wasn’t Us“ („Wir waren’s nicht“) im Museum Hamburger Bahnhof in Berlin geschaffen. In der historischen Bahnhofshalle sprengt ein gewaltiges Styroporgebilde, eine Mischung aus havarierten Alien-Raumschiff und Hommage an Caspar David Friedrichs Gemälde „Eismeer„, alle Dimensionen. Seine exakten Formen und Grenzen genau wahrzunehmen, ist unmöglich, weil die intensiven Farben den Eindruck von verzerrter Bewegung und rasanter Geschwindigkeit vermitteln. Die Grenzen zerfließen zudem in den übergangslos sich auf dem Boden fortsetzenden Farbflächen und -verläufen. Grosses expansive Malerei destabilisiert dabei nicht nur die Ordnung des musealen Raums, sie fließt quasi weiter durch die breite Glasfront des Museums und setzt sich im Außengelände fort. Über das Kopfsteinpflaster, das für die Arbeit extra mit einer Asphaltschicht überzogen wurde, bis hinauf auf die Seitenwände der Rieckhallen, ehemaligen Lagerhallen für den Güterverkehr hinter dem Bahnhof. „Ich male mich aus dem Gebäude heraus“, sagt Grosse, die das Werk in wochenlanger Vorbereitungsarbeit vor Ort schuf. Nach Ende der Ausstellung Anfang kommenden Jahres wird es wieder abgebaut und existiert dann nur noch in Fotos weiter.

Katharina Grosse ist eine Deutsche Künstlerin, sie wurde mehrfach ausgezeichnet und und wird international ausgestellt. Sie zählt zu den erfolgreichsten und bekanntesten Malerinnen und ist zur Zeit Professorin an der Kunstakademie in Düsseldorf. Ihre farbintensiven und hochkomplexen Werke entstehen in Spraytechnik.

 

 

 

Um das Thema Ausstellung geht es auch hier (Lagerfeld in Halle) und hier (Bauhausmuseum Dessau)

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