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Ausgedreht – Vom größten Arbeitgeber zum Lost Place #I

Einstmals einer der größten Arbeitgeber der Stadt, heute Lost Place mit unbestimmter Zukunft. Im Leipziger Stadtteil Wahren rottet der gewaltige Industriekomplex der früheren Leipziger Werkzeugmaschinenfabrik vor sich hin. Gegründet vor 130 Jahren von Wilhelm von Pittler, entwickelten sich die Pittlerwerke schnell zu einem der wichtigsten Industriebetriebe der Stadt und wurde zum europaweit größten Anbieter von Revolverdrehmaschinen. Nach einer wechselvollen Geschichte (Demontage durch die Russen, Neugründung als VEB Drehmaschinenwerk Leipzig und Verkauf durch die Treuhand nach der Wende) sowie diversen Sanierungsversuchen ging die nachfolgende Pittler-Tornos AG 1997 in Konkurs. Seitdem stehen große Teiles des Industriekomplexes leer. Weiterlesen

Spherisch – Oscar Niemeyers Werkskantine in Leipzig

Oscar Niemeyer, Brasilianischer Stararchitekt und wesentlich an der Erichtung der Hauptstadt Brasilia beteiligt, hat mit der Sphere  in Leipzig ein genauso markantes wie kaum bekanntes Bauwerk hinterlassen. Sein Kugelbau „schwebt“ quasi in acht Metern Höhe auf der Ecke eines Industriegebäudes im Leipziger Stadtteil Plagwitz, das der Kranhersteller Kirow Ardelt nutzt. Mit ihren 12 Metern Durchmesser und drei Ebenen dient sie der Erweiterung der werkseigenen Kantine und zu bestimmten Zeiten als Restaurant. Weiterlesen

Industrial Stills #05 – Art Deco im Kontrollraum

Zu Zeiten, als form follows fuction noch nicht als Mantra für Industriedesign galt,  wurde das Braunkohlenkraftwerk Plessa im Süden Brandenburgs errichtet. Es ist damit nicht nur eines der ältesten, im Originalzustand erhaltenen Kohlekraftwerke. Plessa steht auch für die Sorgfalt und den Aufwand, der damals betrieben wurde, die Bedeutung dieser „Industrie-Kathedralen“ für die damalige Gesellschaft auch optisch erlebbar zu machen. Weiterlesen

Schweigsame Mauern – Spurensuche in einem maroden Gutshaus #2

Das Gutshaus Rossin muss zu seiner Entstehung, vor rund 170 Jahren, ein sehr repräsentativer Bau gewesen sein und den Reichtum der Gutsbesitzer widergespiegelt haben. Die großzügigen Räume gruppieren sich auf zwei Etagen mit mit je 600 qm ringförmig um das zweiläufige Treppenhaus in der Mitte. Beleuchtet wurde die Treppe von einer achteckigen Glaskuppel im Dach, die heute, wie der große Rest des Hauses kaputt und zugemauert ist. Weiterlesen

Tanz den Holo – Kunst in der Waschkaue

Eine Perfomerin interagiert mit dem Holgramm eines Tänzers und reagiert auf dessen Bewegungen. Das Ongoing Project, das die rumänische Performance-Künstlerin Alexandra Pirici im Juni diesen Jahres in der ehemaligen Waschkaue der Kokerei Hansa in Dortmund entwickelt hat, bezieht seine Faszination aus dem Zusammenspiel eines echten Menschen mit einem virtuellen Körper in einer surrealen Kulisse. Weiterlesen

Teststrecke auf dem Dach – Die ehemaligen Fiat-Werke in Turin

Um die Fahrzeuge, die in den Fabrikhallen in den unteren Etagen gebaut wurden, sofort testen zu können, errichtete Fiat-Gründer Giovanni Agnelli auf dem Dach des gewaltigen Fabrikkomplexes im Turiner Stadtteil Lingotto einen ein Kilometer langen Rundkurs als Teststrecke. Von 1923 bis 1982 wurden hier Fahrzeuge gebaut und probegefahren. Weiterlesen

Industrial Stills #03 – Heinrichshütte Hattingen

Es ist eine verborgene Schönheit, die man erst entdecken muss. Das Gewirr von Rohrleitungen, ein 55 Meter hoher Hochofenkomplex, lange Reihen alter Kontrollinstrumente und immer wieder Durch- und Ausblicke auf die 150 Jahre alte Industriearchitektur offenbaren eine besondere Ästhethik, die weitab von der Funktionalität heutiger Industriebetriebe eine ganz andere Seite der Industrialisierung zeigt. Weiterlesen

Industrial Stills #01

Die Produktion von Briketts ist ein ziemlich unspektakulärer Vorgang, die Maschinen, die früher dafür verwendet wurden, haben allerdings ihre ganz spezielle Ästhetik.   Weiterlesen