Industrieanlage

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Ausgedreht – Vom größten Arbeitgeber zum Lost Place #2

Auch wenn die klaren Linien und Formen der gründerzeitlichen Industriearchitektur der ehemaligen Leipziger Wekzeugmaschinenfabrik geradezu für die Schwarz-Weiß-Fotografie gemacht zu sein scheinen, so verlangen einige Motive doch nach Farbe – ob es die späteren „Verschönerungsversuche“ von Künstlern, die eigenwillige Farbauswahl in einigen Räumen, die gedeckten Pastelltöne der erhaltenen DDR-Tapeten oder nur das Zusammenspiel von Licht und Schatten sind. Weiterlesen

Ausgedreht – Vom größten Arbeitgeber zum Lost Place #I

Einstmals einer der größten Arbeitgeber der Stadt, heute Lost Place mit unbestimmter Zukunft. Im Leipziger Stadtteil Wahren rottet der gewaltige Industriekomplex der früheren Leipziger Werkzeugmaschinenfabrik vor sich hin. Gegründet vor 130 Jahren von Wilhelm von Pittler, entwickelten sich die Pittlerwerke schnell zu einem der wichtigsten Industriebetriebe der Stadt und wurde zum europaweit größten Anbieter von Revolverdrehmaschinen. Nach einer wechselvollen Geschichte (Demontage durch die Russen, Neugründung als VEB Drehmaschinenwerk Leipzig und Verkauf durch die Treuhand nach der Wende) sowie diversen Sanierungsversuchen ging die nachfolgende Pittler-Tornos AG 1997 in Konkurs. Seitdem stehen große Teiles des Industriekomplexes leer. Weiterlesen

Light Art Space – Robert Irwins Kunst verändert unsere Wahrnehmung

Die Gestaltung von Raum mit Licht und die dadurch veränderte Wahrnehmung des Betrachters ist das zentrale Merkmal der neueren Arbeiten des  amerikanischen Künstlers Robert Irwin. Mit Light Art Space ist der 92jährige derzeit im Kraftwerk Berlin vertreten. In der gewaltigen Maschinenhalle des ehemaligen Heizkraftwerks in Berlin-Mitte steht eine 16 x 16 Meter große Wand frei im Raum. Die Seiten der Fläche sind mit weißen bzw. blauen Leuchtstoffröhren in abstrakten, rhythmischen und nicht entschlüsselbaren Mustern bedeckt. Weiterlesen

Spherisch – Oscar Niemeyers Werkskantine in Leipzig

Oscar Niemeyer, Brasilianischer Stararchitekt und wesentlich an der Erichtung der Hauptstadt Brasilia beteiligt, hat mit der Sphere  in Leipzig ein genauso markantes wie kaum bekanntes Bauwerk hinterlassen. Sein Kugelbau „schwebt“ quasi in acht Metern Höhe auf der Ecke eines Industriegebäudes im Leipziger Stadtteil Plagwitz, das der Kranhersteller Kirow Ardelt nutzt. Mit ihren 12 Metern Durchmesser und drei Ebenen dient sie der Erweiterung der werkseigenen Kantine und zu bestimmten Zeiten als Restaurant. Weiterlesen

Lullaby for Rust – Goldene Stunde im Industriepark

Dass „rust never sleeps“ wissen wir spätestens seit 1979 Neil Young sein gleichnamiges Album einspielte.

Seit mehr als 40 Jahre nagt der Rost an den Relikten der Rheinischen Stahlwerke zu Meiderich. Anfang der achtziger Jahre wurde die Arbeit in den fünf Hochöfen im Norden Duisburgs eingestellt und ein Großteil der Anlagen abgerissen. Nur zwei der Kolosse sind erhalten geblieben. Zusammen mit etlichen anderen Bauten  und Nebenanlagen sowie großen, parkähnlichen Grünflächen bilden sie heute das Zentrum des Landschaftsparks Duisburg-Nord . Wer an einem schönen Sommerabend das 180 Hektar große ehemalige Industrieareal besucht, stellt fest, dass der allgegenwärtige Rost tatsächlich nicht schläft. Weiterlesen

Dark Matter – Momentaufnahmen aus einem Parallelkosmos

Dark Matter ist das neueste Werk des Lichtkünstlers Christopher Bauder, das in einem Industriekomplex in Berlin gezeigt wird Bauder ist in Berlin kein Unbekannter. Zum 25. Jubiläum des Mauerfalls hat er mit 8000 leuchtenden Ballons den Verlauf der Mauer durch die Stadt illuminiert und 2019 im Kraftwerk Berlin die Großinstallation Deep Web präsentiert. Sein neuestes Werk Dark Matter besteht aus sieben Einzelinstallationen, die Besucher bewegen sich dabei durch einen Parallelkosmos von abgedunkelten Räumen, in denen ganz unterschiedliche, teils interaktive Lichtinstallationen zu elektronischen Klängen die Grenzen zwischen realer und digitaler Welt verschwimmen lassen. Eine mitunter überwältigende Symbiose von Licht und Sound. Weiterlesen

Förderturm der Zeche mit Gebäude

Zeche Zollverein – Weltkulturerbe verfremdet

Rot abgesetzte Fensterbänder und Verblendungen an den im Bauhausstil errichteten Funktionsgebäuden der Zeche Zollverein in Essen hatten dem Steinkohle-Bergwerk schon lange vor der Schließung 1986 den Ruf als „Schönste Zeche im Ruhrgebiet“ eingebracht. Heute gehört die Industrieanlage zum Weltkulturerbe und gilt als technisches und ästhetisches Meisterwerk der Moderne . Weiterlesen

Industrial Stills #05 – Art Deco im Kontrollraum

Zu Zeiten, als form follows fuction noch nicht als Mantra für Industriedesign galt,  wurde das Braunkohlenkraftwerk Plessa im Süden Brandenburgs errichtet. Es ist damit nicht nur eines der ältesten, im Originalzustand erhaltenen Kohlekraftwerke. Plessa steht auch für die Sorgfalt und den Aufwand, der damals betrieben wurde, die Bedeutung dieser „Industrie-Kathedralen“ für die damalige Gesellschaft auch optisch erlebbar zu machen. Weiterlesen

Hafen ohne Schiff – Der Berliner Westhafen im Dämmerlicht

Von den mehr als zehn Häfen, über die die Millionenstadt Berlin im vergangenen Jahrhundert mit Waren des täglichen Bedarfs beliefert wurde, war der Westhafen der Größte; zeitweilig war die Anlage in Moabit sogar Deutschlands zweitgrößter Binnenhafen. Von dem geschäftigen Treiben der damaligen Zeit ist heute nichts mehr zu erahnen. Weiterlesen

Deep Web – Audiovisuelle Installation im Kraftwerk Berlin

Deep Web heißt die immersive audiovisuelle Laser-Installation, die sechs Wochen lang im ehemaligen Kraftwerk Mitte in Berlin zu sehen ist. Lichtkünstler Christopher Bauder und Komponist Robert Henke schaffen in dem monumentalen Industriebau eine beeindruckende Skulptur aus animierten Lichtlinien und multidimensionalen Klängen. Weiterlesen