StadtbadReloaded – Digitalkunst statt Badespaß

Weil im chronisch knappen Berlin das Geld für die Sanierung und Wiederinbetriebnahme des historischen Stadtbades im Bezirk Lichtenberg fehlt, steht die 1928 erbaute Bade- und Schwimmanstalt  seit Anfang der 90er Jahre leer.  Nach einer ersten, teilweisen Sanierung wird das Bad jetzt „zwischen genutzt“, wie es im offiziellen Behördenjargon heißt.

Statt Badespaß für die Kiezbewohner gibt es Digitalkunst für Millennials und die Gen Z.

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Singer – Lost Place für Nähmaschinen

Über neunzig Jahre lang wurden in Wittenberge Nähmaschinen produziert und brachten der Stadt an der Elbe  den Beinamen „Stadt der Nähmaschinen ein„. Heute ist aus dem früheren deutschen Zweigwerk des amerikanischen Singer-Konzerns in weiten Teilen ein Lost Place geworden. Statt seinerzeit über 3000 Menschen arbeiten heute nur noch rund 300 Beschäftigte in Firmen, die sich in wenigen sanierten Gebäudeteilen auf dem 160.000 Quadratmeter große Areal niedergelassenen haben  – zwischen zerfallenden Werkshallen mit maroden Dächern und kaputten Fenstern. Weiterlesen

Auf Tour – Zu Preußischem Prunk und Märkischer Stille

Südlich von Rheinsberg mit seinem bekannten Schloss beginnt eine ganze Kette von Seen, die sich über 50 Kilometer, vorbei an Neuruppin bis hin zu dem kleinen Ort Wustrow zieht. Sie heißen Tornowsee, Zermützelsee, Kalksee, Molchowsee, Neuruppiner und Bützsee und liegen alle mehr oder weniger idyllisch in einer waldreichen Umgebung. Weiterlesen

Auf Tour – Zu Schiffsaufzügen und Polenmärkten

Das Umland von Berlin bietet, im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Großstädten schnell die Möglichkeit, Natur zu erleben. Wer die Stadt und den sogenannten Speckgürtel erst einmal verlassen hat, findet in Brandenburg Natur pur, viele kaum besiedelte Gebiete und jede Menge lauschiger Seen und Wasserwege. Was als Standortfaktor negativ zu Buche schlägt, ist für den Naturliebhaber ein großes Plus.

Auch Blickdicht|Fotografie ist im Sommer sehr mobil und nutzt das rund 7000 Kilometer lange Brandenburger Fahrradwegenetz, um das Umland zu erkunden. Die Kamera ist natürlich immer mit dabei. Weiterlesen

Das MENZEL-Projekt – Eine Fräse zieht um

Wer mit großen Elektromotoren umgeht, braucht auch entsprechende Werkzeuge. Der Werkzeugkasten mit Schraubenschlüssel und Zange gehört zwar auch heute noch dazu, beim Umbau und bei der Bearbeitung der Motoren kommen bei der MENZEL Elektromotoren GmbH allerdings auch ganz andere Kaliber zum Einsatz. Und wenn das Unternehmen dann umzieht, muss all das Werkzeug mit, selbst wenn es sich um tonnenschwere Maschinen handelt..

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Reloaded – Flughafen Tempelhof

Für Fotografen ist der seit 2008 geschlossene Flughafen Tempelhof ein faszinierender Ort, vor allem, wenn sie Gelegenheit bekommen, wie BLICKDICHT|FOTOGRAFIE auch hinter die Kulissen zu blicken. Im vergangenen Jahr ist der ehemalige Flughafen mit dem einst weltweit größten Gebäudekomplex 100 Jahre alt geworden. In Ergänzung zu den im letzten Beitrag gezeigten Fotos von meinem jüngsten Besuch folgen hier Bilder aus dem Archiv, beginnend 2006 mit einem Blick in die Katakomben des 307.000 m² umfassenden Gebäudes, auf die Räume, die die Amerikanische Luftwaffe bis zu ihrem Abzug genutzt hatte und auf die schon damals marode Technik, die heute die Sanierung des Gebäudes wesentlich erschwert und sehr teuer werden lässt.

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Das MENZEL-Projekt – 17 Tonnen am Kran

Während der Umzug in das neue Betriebsgelände in Hennigsdorf bei Berlin bereits auf Hochtouren lief und sich die Werkhallen immer mehr leerten,  wurde kurz vor Weihnachten noch ein letzter Motor vom alten Betriebsgelände der Menzel Elektromotoren GmbH in Berlin-Moabit aus nach Großbritannien verschickt. Bei winterlichen Temperaturen und eiskaltem Wind hieß es noch einmal, „all hands on deck“, um den 17 Tonnen schweren Motor (für Spezialisten: ein Drehstromkafigläufermotor mit 6000kW Leistung und 11000V Spannung) zusammen mit einem Kühler, transportsicher verpackt mit einem Schwerlastkran auf den Transport-LKW zu hieven.

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Abgehoben – Große Pläne für den Flughafen Tempelhof

Das 1,2 Kilometer lange Gebäude des ehemaligen Flughafens Tempelhof gehört zu den längsten Bauwerken Europas und ist selbst vom Weltall aus zu erkennen. Seit das letzte Flugzeug 2008 dort abhob, gibt es große Pläne für den ehemaligen Flughafen, sucht Berlin nach einer neuen Nutzung für den langsam vor sich hin rottenden Koloss, der zu einem großen Teil leer steht. Zwar gibt es Pläne, das ganze Areal inklusive des großen Freigeländes zu einem Experimentierort und neuem Stadtquartier für Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft zu machen, viele Pläne scheitern aber bislang an der mangelnden Finanzierung.

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Das MENZEL-Projekt – Alles muss raus!

Wenn ein Industriestandort nach 65 Jahren Produktionstätigkeit aufgegeben wird, gibt das auch immer wieder ungewöhnliche Einblicke in die Geschichte des Unternehmens. So auch beim Umzug der Menzel Elektromotoren GmbH von Ihrem bisherigen Standort in Berlin-Moabit ins Berliner Umland. Nach der Devise „Alles muss raus“ wurde das gesamte 10.000 m² große Firmengelände leer geräumt. Wo bislang hundert Beschäftigte tätig waren, trat plötzlich Stille ein, leere Regale und für den Umzug eingepackte Maschinen sorgten für eine eigenartige Atmosphäre.

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Das MENZEL-Projekt startet

Über mehrere Wochen konnte Blickdicht|Fotografie den Umzug der Menzel-Elektromotoren GmbH aus ihrem traditionellen Berliner Standort in das neu errichtete Werksgebäude im Berliner Umland mit der Kamera begleiten.

Über den Jahreswechsel 2023/24 mussten dabei neben dem gesamten Schwermaschinenpark, den Prüfeinrichtungen und allen Fahrzeugen auch mehr als 5000 Motoren aus den Lagerbeständen in den neuen Standort in Brandenburg überführt werden.

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