Dark Matter – Momentaufnahmen aus einem Parallelkosmos

Dark Matter ist das neueste Werk des Lichtkünstlers Christopher Bauder, das in einem Industriekomplex in Berlin gezeigt wird Bauder ist in Berlin kein Unbekannter. Zum 25. Jubiläum des Mauerfalls hat er mit 8000 leuchtenden Ballons den Verlauf der Mauer durch die Stadt illuminiert und 2019 im Kraftwerk Berlin die Großinstallation Deep Web präsentiert. Sein neuestes Werk Dark Matter besteht aus sieben Einzelinstallationen, die Besucher bewegen sich dabei durch einen Parallelkosmos von abgedunkelten Räumen, in denen ganz unterschiedliche, teils interaktive Lichtinstallationen zu elektronischen Klängen die Grenzen zwischen realer und digitaler Welt verschwimmen lassen. Eine mitunter überwältigende Symbiose von Licht und Sound. Weiterlesen

Architektur Brutal – Der „Mäusebunker“ in Berlin

Architektur Brutal in ihrer ausgeprägtesten Form charakterisiert den Mäusebunker. Gebaut in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, beherbergte die Forschungseinrichtung für experimentelle Medizin viele Jahre die Zentralen Tierlaboratorien der Freien Universität Berlin. Heute steht das Gebäude im Ortsteil Lichterfelde am Teltowkanal leer, diskutiert wird ein Abriss oder ob der Bau unter Denkmalschutz gestellt werden soll. Weiterlesen

Neulich – vom Balkon

Street-Fotografie unter den gegebenen Bedingungen –  eingeschränkte Bewegungsfreiheit, Menschen mit Masken, reduziertes Alltagsleben – kein ganz leichtes Vorhaben. Aber da ist der Balkon, hoch über der ruhigen Berliner Seitenstraße und die tiefstehende Abendsonne, die durch die Häuserlücke fällt. Weiterlesen

Strange Flowers – Experimente mit Liliaceae

Ein bunter Blumenstrauß kann in diesen Tagen auch eine Einladung zu einer botanisch-fotografischen Entdeckungsreise sein. Und er bietet eine gute Gelegenheit, sich fotografisch von eingefahrenen Strukturen zu lösen und ohne großen Aufwand neue Wege zu gehen. Weiterlesen

Wiese mit Heuballen im Abendlicht

Lange Schatten, weiches Licht – Abendstimmung im Aachried

Im Aachried bei Radolfzell geht die Sonne spektakulär unter. Südwestlich von Radolfzell mündet die Aach in den Bodensee. Das Mündungsbebiet des kleinen Flüsschens steht seit den 70er Jahren unter Naturschutz. Das knapp 280 ha große Feuchtgebiet dient dem Schutz vom Aussterben bedrohter Pflanzen- und Tierarten. Radolfzell wirbt für das Gebiet mit der besonderen Nebelstimmung am Morgen „mit romantischen Sonnenaufgängen, die einmal komplett durch die rot-gelbe Farbpalette tauchen“. Weiterlesen

Farbenvielfalt auch im Außenbereich des Hamburger Bahnhofs

Explosion der Formen und Farben – Katharina Grosse „It Wasn’t Us“

Einen grandiosen Overkill an Formen und Farben hat die Künstlerin Katharina Grosse für ihre temporäre Installation „It Wasn’t Us“ („Wir waren’s nicht“) im Museum Hamburger Bahnhof in Berlin geschaffen. In der historischen Bahnhofshalle sprengt ein gewaltiges Styroporgebilde, eine Mischung aus havarierten Alien-Raumschiff und Hommage an Caspar David Friedrichs Gemälde „Eismeer„, alle Dimensionen. Weiterlesen

Berghain für Alle – Exklusiver Partyort öffnet sich für Besucher

Selbst für erfahrene Clubbesucher ist der Eintritt in den legendären Club Berghain ein VaBanque-Spiel. Berlins „härteste“ Tür öffnet sich nur für ausgewählte Szenegänger, die Kriterien für den Einlass sind alles andere als transparent. Wer nicht zum Club der Eingeweihten gehört, hat keine Chance, die „heiligen“ Hallen zu betreten. Da brauchte es erst Corona, um diese Praxis zu ändern. Weiterlesen

Magische Orte #3 – Der Trudelturm in Berlin-Adlershof

Die Wiege der Luftfahrt befand sich in Berlin-Johannisthal, dem heutigen Ortsteil Adlershof. Auf dem ehemaligen Flugfeld, das von 1909 bis zur Eröffnung des Flughafens Tempelhof 1923 in Betrieb war, steht der sogenannte Trudelturm. In dem eiförmigen Gebäude, das einen vertikalen Windkanal beherbergte, wurden ab 1930 wissenschaftliche Versuche unternommen, um erstmals die Gefahren des Trudelns von Flugzeugen im Labor zu simulieren. Weiterlesen

Lagerfeld-Portraits im Innenhof der Moritzburg

Lagerfeld in Halle – Große Inszenierung für einen großen Inszenator

Dass der im Februar vergangenen Jahres verstorbene Modeschöpfer Karl Lagerfeld auch als Fotograf ein großer Inszenator war, zeigt derzeit die umfangreiche und gekonnt präsentierte Ausstellung im Kunstmuseum Moritzburg in Halle (Saale). „Karl der Große“ hat nicht nur seit den 80er Jahren seine Kollektionen und Modelle selbst fotografiert und in Szene gesetzt, die Ausstellung zeigt auch, zum Teil erstmals, seine Architektur- und Landschaftsfotos, Werbeserien, Porträts und Inszenierungen antiker Sagen. Nicht nur bei diesen großformatigen Tableaus sind die Grenzen zwischen Kunst und Kitsch fließend. Der Gesamteindruck von Lagerfelds Werk ist denn auch durchaus zwiespältig. Lagerfeld war genauso umtriebig wie kreativ, aber alles in  seinen Fotos ist streng geplant und konzipiert. Nichts wird dem Zufall überlassen und jedes Detail seinem Credo vom „Leben als ästhetisches Konstrukt“ untergeordnet. Weiterlesen