Formen und Strukturen Portugals – Faszination in schwarz-weiß

Fotos von Portugal sind zumeist farbig. Der blaue Himmel, das helle Licht und die leuchtenden Farben verlangen scheinbar danach – und wer macht heute schon noch schwarz-weiße Urlaubsbilder. Die Formen und Strukturen Portugals lassen sich aber auch gut ohne Farbe ablichten, und büßen dabei nichts an Schönheit und Faszination ein. Weiterlesen

Formen und Farben – Fassaden in Portugals Süden

Begabte Marketingstrategen haben es geschafft, den Begriff Die Weißen Dörfer  für Andalusien zu reservieren. Aber auch im Südwesten Portugals, im Alentejo, finden sich Dörfer, die diesen Namen verdienen würden. Odeceixe zum Beispiel, ein 1000-Einwohner-Dorf, das sich um eine Mühle auf einem Berg gruppiert. Anders als in den großen Städten wie Porto oder Lissabon, wo die Wohlhabenderen wohnten, hatten die meisten Bauern und Fischer hier kein Geld, um ihre kleinen Häuser mit teuren Azulejos, den bekannten blauen Kacheln, gegen die Hitze zu schützen. Deshalb tünchten sie ihre Häuser weiß und gaben ihnen farbige Sockel und Verzierungen, je bunter, desto schöner. Weiterlesen

Lost Place mit Flügel – 20.000 Quadratmeter feudaler Leerstand #2

Leere, mit dunklen Hölzern getäfelte Salons, repräsentative Kamine, die nicht mehr beheizt werden, historische Flügel, auf denen niemand mehr spielt – seit Mitte der 90er Jahre rottet das „Märchenschloss“ Vitzenburg an der Unstrut vor sich hin – sicherlich die schönsten 20.000 Quadratmeter Lost Place, die Deutschland derzeit zu bieten hat. Weiterlesen

Social Media als Menetekel – Die Berlin Photo Week 2019

Eine Leistungsschau der Fotografie, bei der ständig die Angst der großen Kamerahersteller vor den existenzbedrohenden Smartphones mitschwang, das war die dreitägige Berlin Photo Week im Kraftwerk Berlin. Kunterbunte Aktionsflächen, die jeder Kindergartengruppe großen Spaß bereitet hätten, kostenloser Kamera- und Objektivverleih und immer wieder Angebote, Fotos gleich auszudrucken und online zu stellen – all das schrie die zumeist jugendlichen Besucher geradezu an, Spiegelreflex- und Systemkameras können jetzt auch, was Handys können. Weiterlesen

Industrial Stills #05 – Art Deco im Kontrollraum

Zu Zeiten, als form follows fuction noch nicht als Mantra für Industriedesign galt,  wurde das Braunkohlenkraftwerk Plessa im Süden Brandenburgs errichtet. Es ist damit nicht nur eines der ältesten, im Originalzustand erhaltenen Kohlekraftwerke. Plessa steht auch für die Sorgfalt und den Aufwand, der damals betrieben wurde, die Bedeutung dieser „Industrie-Kathedralen“ für die damalige Gesellschaft auch optisch erlebbar zu machen. Weiterlesen

Bauhausmuseum Dessau – Wenn der Neubau nicht zum Inhalt passt

Die Transparenz, die die Glasfassade nach außen hin vorgibt, wird im Inneren nicht eingehalten. Auch wenn die Bauhausleute „den Räumen, in denen wir leben, das Geschlossene nehmen“ wollten (Paul Scheerbart), so sind die Exponate aus 100 Jahren Bauhausgeschichte in dem neuen Museum in Dessau wie „in einer Art Bunker“ (Die ZEIT) ausgestellt. Weiterlesen

Hafen ohne Schiff – Der Berliner Westhafen im Dämmerlicht

Von den mehr als zehn Häfen, über die die Millionenstadt Berlin im vergangenen Jahrhundert mit Waren des täglichen Bedarfs beliefert wurde, war der Westhafen der Größte; zeitweilig war die Anlage in Moabit sogar Deutschlands zweitgrößter Binnenhafen. Von dem geschäftigen Treiben der damaligen Zeit ist heute nichts mehr zu erahnen. Weiterlesen

Schweigsame Mauern – Spurensuche in einem maroden Gutshaus #2

Das Gutshaus Rossin muss zu seiner Entstehung, vor rund 170 Jahren, ein sehr repräsentativer Bau gewesen sein und den Reichtum der Gutsbesitzer widergespiegelt haben. Die großzügigen Räume gruppieren sich auf zwei Etagen mit mit je 600 qm ringförmig um das zweiläufige Treppenhaus in der Mitte. Beleuchtet wurde die Treppe von einer achteckigen Glaskuppel im Dach, die heute, wie der große Rest des Hauses kaputt und zugemauert ist. Weiterlesen

Schweigsame Mauern – Spurensuche in einem maroden Gutshaus #1

Wohnsitz des Mecklenburgischen Landadels, zwei Weltkriege, Flüchtlingsunterkunft und zuletzt  Internat für Gastronomie-Lehrlinge in der DDR,  das Gutshaus Rossin in der Nähe von Anklam kann auf insgesamt 170 Jahre bewegter Geschichte zurückblicken. Zu sehen ist davon nicht mehr viel. Die Spuren sind verblichen, die Zeit und die wechselnden Regime haben sie unkenntlich gemacht. Weiterlesen